Liebe statt Langeweile

Welcher Chef ist nicht schon einmal misstrauisch geworden, wenn sich bei einem Mitarbeiter die Fehlzeiten häuften? Meistens erweist sich der Verdacht zwar als unbegründet, aber manchmal ist der oder die Verdächtigte wirklich nicht krank, sondern vielmehr extrem geschäftstüchtig. So wie in diesem Fall: Die als Bürovorsteherin bei unserem Mandanten beschäftigte Mitarbeiterin, war schon seit über 15 Jahren im Unternehmen tätig. Speziell in den letzten zwei Jahren häuften sich jedoch die krankheitsbedingten Ausfallzeiten der Mitarbeiterin auf rund 60 - 70 Tage im Jahr. Hinzu kamen 30 urlaubsbedingte Abwesenheitstage pro Jahr. Angeblich immer mit Migräne erkrankt, erklärte Sie unserem Mandanten zuhause in absoluter Dunkelheit auf der Couch liegen zu müssen, da selbst normales Tageslicht ihr schon Beschwerden verursachen würde.

Unser Mandant hatte an dieser Geschichte so seine Zweifel und schaltete unsere Detektei zur Observation der Mitarbeiterin ein, als diese sich wieder einmal arbeitsunfähig krank meldete.

Drei unserer Detektive begannen zeitnah mit der Observation in Heidelberg und konnten so feststellen, dass die fragliche Mitarbeiterin alles andere als krank auf der heimischen Couch lag. Die Dame hatte – schon vor rund 1 ½ Jahren – auf den Namen der Schwester eine eigene GmbH gegründet und betätigte sich aktiv als Hochzeitsplanerin. Um für die Kunden der eigenen Firma Aufträge ausführen zu können, meldete Sie sich immer dann krank, wenn gerade sehr viel zu tun war. Nicht nur, dass ein Verbot der Nebenbeschäftigung im Anstellungsvertrag zwischen der Mitarbeiterin und unserem Mandanten von ihr missachtet wurde, durch das Verhalten entstand unserem Mandanten ein Schaden in fünfstelliger Höhe. Bei allen – durch unsere Detektive in und um Heidelberg nachträglich noch ermittelten – Brautpaaren, die den Service der Hochzeitsagentur unserer Zielperson in Anspruch genommen hatten, trat diese mit einer weiteren, eigenen Mitarbeiterin immer alleine auf. Die angeblich tätige Schwester war bei allen Brautpaaren persönlich völlig unbekannt; fungierte offensichtlich nur als "Strohmann".

Zwischenzeitlich wurde die zuständige Krankenkasse der Mitarbeiterin informiert und die fristlose Kündigung ausgesprochen. Auch für die entstandenen Kosten unserer Detektei wird Sie wohl gerade stehen müssen.

Mich würden Eure Erfahrungen mit auffällig oft kranken Mitarbeitern interessieren. Oder seid Ihr schonmal zu unrecht verdächtigt oder gar observiert  worden? Seid  Ihr vielleicht  sogar  der Meinung, dass bei der derzeitigen Gehaltsentwicklung solche unerlaubten Nebentätigkeiten die logische Konsequenz sind? Ich bin gespannt ...

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